Pride

von Matthew Warchus · GB 2014 · 117 Minuten · Deutsche Synchronfassung · mit Imelda Staunton, Paddy Considine, Bill Nighy, Dominic West, Andrew Scott u.a. · Im Verleih der Senator Film Verleih

Ein Handschlag hat schon vieles besiegelt. So auch die außergewöhnliche Liaison zweier Gruppen, die sich im Sommer 1984 in England gefunden haben: Bronski Beat trifft Gaelic Folk oder auch… eine ausgelassene Schwulen- und Lesbentruppe aus London trifft auf streikende Waliser Bergarbeiter. Irritationen beim ersten Aufeinandertreffen sind vorprogrammiert!

Doch spätestens als der exzentrische Jonathan den hüftsteifen Walisern zeigt, was echtes Disco-Feeling ist, scheint das Eis gebrochen… Doch nicht in jedem Waliser finden die couragierten Großstädter einen dankbaren Verbündeten und stellen so ein ganzes Dorf auf den Kopf.

Die LGSM (Lesbians and Gays Support the Miners) sammelt für ihre Kumpel Geld in bunten Eimern und stellen sich damit farbenfroh der gnadenlosen Politik von Margaret Thatcher entgegen. Zwischen den neuen Komplizen entwickelt sich eine besondere Freundschaft, mit bis heute historischen Folgen…

Auf den Spuren von so mitreißenden britischen Feel Good-Filmen wie "Billy Elliot - I Will Dance", "Ganz oder gar nicht" oder dem später zum Broadway-Erfolg mutierten Geheimtipp "Kinky Boots - Man(n) trägt Stiefel" widmet sich Regisseur Matthew Warchus mit PRIDE einer wahren Begebenheit. Mitreißend und liebevoll erzählt er dabei von ungewöhnlichen Alltagshelden, die in ihrem gemeinsamen Kampf für Gerechtigkeit und Respekt alle Gegensätze und Konventionen sprengen.

Für seine warmherzige, bewegende und vor allem herrlich komische Geschichte konnte er ein All-Star-Ensemble des britischen Kinos versammeln. Neben Leinwand-Legenden wie Golden Globe-Gewinner Bill Nighy ("Tatsächlich... Liebe", "Best Exotic Marigold Hotel") und der Oscar®-nominierten Imelda Staunton ("Vera Drake", "Harry Potter und der Orden des Phönix") standen auch Shooting Stars wie George MacKay ("Sunshine on Leith", "Defiance"), Andrew Scott ("Sherlock", "Jimmy's Hall") oder der amerikanische Newcomer Ben Schnetzer ("Die Bücherdiebin") vor der Kamera. Abgerundet wird das Ensemble von so bekannten Gesichtern wie Paddy Considine ("Das Bourne Ultimatum", "The World's End") und Dominic West ("Chicago", "Johnny English - Jetzt erst recht!").

Für den Theater- und Musical-erfahrenen Warchus, der 2015 als Leiter des legendären Old Vic Theatres in London die Nachfolge von Kevin Spacey antreten wird, stellt PRIDE den ersten Kinofilm seit 15 Jahren dar. Premiere feierte der ebenso inspirierende wie amüsante Film 2014 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er in der renommierten Quinzaine des Réalisateurs minutenlang mit stehenden Ovationen gefeiert und mit der Queer Palm ausgezeichnet wurde.

 

Im Kino

Poster

Am 01. Oktober 2014 · 22.00 Uhr
Mal Seh´n Kino

www.malsehnkino.de

Adresse:
Mal Seh´n Kino
Adlerflychtstr. 6
60318 Frankfurt/Main

Kartenauskunft / Info

 

Trailer

 

Pride - Trailer

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Der Kreis

von Stefan Haupt · CH 2014 · 100 Minuten · deutsche Synchronfassung, z.T. deutsch untertitelt · mit Matthias Hungerbühler, Sven Schelker, Marianne Sägebrecht, Röbi Rapp, Ernst Ostertag u.v.a. · Im Verleih der Edition Salzgeber

Am 29. Oktober · 22.00 Uhr

Zürich, Mitte der 1950er Jahre. Der junge Lehrer Ernst unterrichtet an einer Mädchenschule und hält aus guten Gründen geheim, dass er an Männern interessiert ist. Er kommt in Kontakt mit der geheimen Schwulenorganisation "Der Kreis" und arbeitet an ihrer gleichnamigen Zeitschrift mit, die Leser in der ganzen Welt hat. Und auf einem der legendären Bälle des "Kreises" verliebt sich Ernst unsterblich in den Travestie-Künstler Röbi. Während die Schweizer Polizei dazu übergeht, die Zürcher Homosexuellen zu registrieren und Angst und Erpressung die bürgerliche Existenzen der "Kreis"-Mitglieder zu zerstören drohen, gehen Ernst und Röbi eine Liebesbeziehung ein, die ein ganzen Leben lang halten wird. "Wir sind doch keine Verbrecher", sagt Ernst zu Röbi. Sondern zwei von vielen Menschen, die für ihr Leben und ihre Liebe kämpfen.

"Endlich erfährt einer der entscheidenden Momente in der Geschichte der Schwulenbewegung die Würdigung eines Spielfilms!" (Hollywood Reporter)

Trailer

Zur November-Vorschau

 

 

 

 

 

Sturmland

von Ádám Császi · HU/DE 2014 · 105 Minuten · dt./ung./e. Originalfassung · z. t. deutsche Untertitel · mit András Sütõ, Àdám Varga, Sebastian Urzendowsky · Im Verleih der Edition Salzgeber

Am 26. November · 22.00 Uhr

Szabi (András Sütõ) hat es vermasselt. Das Fußballtalent ist bei einem wichtigen Spiel vom Platz geflogen, hat seinen Trainer, den Scout von der Erstligamannschaft und seinen besten Freund und Mitspieler Bernard (Sebastian Urzendowsky) enttäuscht. Szabi haut ab, zurück nach Ungarn, wo er ein abbruchreifes Haus von seinen Großeltern geerbt hat. Ganz allein, mitten im Nichts, stellt er fest, dass er mit Fußballspielen aufhören will – und lieber anfangen zu leben. Von den Menschen im Dorf argwöhnisch beobachtet, lernt Szabi den gleichaltrigen Áron (Ádám Varga) kennen, der ihm zeigt, wie man das undichte Dach repariert. Eines Nachts, nach einer Mopedtour und viel Wodka, kommen sich die beiden auch körperlich näher. Für beide ist das ungewohnt, doch sie lassen sich darauf ein. Szabi ignoriert die Rufe, die ihn überzeugen wollen, nach Deutschland zurückzukehren, und Aron widersetzt sich dem Druck seiner homophoben Freunde. Doch als plötzlich Bernard auftaucht, der schon immer in Szabi verliebt war, wird die Situation auch für Szabi und Aron schwierig ...

Das packende Drama von Ádám Császi ist eine ungarisch-deutsche Koproduktion und wird im Panorama der 64. Internationalen Berliner Filmfestspiele uraufgeführt.

Zur Dezember-Vorschau

 

 

 

 

 

Lilting

von Honk Kao · UK 2014 · 91 Minutenn · e. Originalfassung · deutsche Untertitel · mit Ben Wishaw, Morvne Christie, Peter Bowles, Leila Wong, Pei-Pei Cheng, Shane Salter, u.a. · Im Verleih der Edition Salzgeber

Am 17. Dezember · 22.00 Uhr

Nachdem Kai bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, besucht Richard, sein Lebenspartner, Kais Mutter Junn im Seniorenheim. Beide kennen sich kaum. Junn, die in China aufgewachsen ist, lebt seit 40 Jahren in England, hat aber nie die fremde Sprache gelernt. Richard ist für sie ein Fremder, der ihr ihren Sohn weggenommen hat. Dass Kai schwul war, hat er ihr nie erzählt. Behutsam, ohne gemeinsame Sprache und ohne gemeinsame Erinnerungen, nehmen die beiden mit Hilfe der Übersetzerin Vann Kontakt zu einander auf. Sie verstehen schließlich, dass man Liebe und Trauer teilen kann, ohne sie übersetzen zu müssen.

Sich angesichts einer persönlichen Katastrophe zu verstehen, ohne miteinander reden zu können - das ist das Thema des Debütfilms von Hong Khaou. Das intime Setting dient dem Film als Bühne für zwei großartige Charakterschauspieler: Ben Whishaw (DAS PARFUM, CLOUD ATLAS, JAMES BOND 007 - SKYFALL) und Cheng Pei-Pei (DAS SCHWERT DER GELBEN TIGERIN, TIGER AND DRAGON) spielen das einander fremde Paar, das um den gleichen Menschen trauert. Für den konzentrierten Blick auf die langsame Annäherung der beiden Figuren ist die Kamerafrau Ula Pontikos verantwortlich, die schon in WEEKEND ein filmisches Kammerspiel zum Leben erweckte. In Nebenrollen ist u.a. Peter Bowles (MIT SCHIRM, CHARME UND MELONE) zu sehen. LILITNG wurde 2014 beim Sundance International Film Festival uraufgeführt. Ula Pontikos wurde dort mit dem Kamerapreis ausgezeichnet, Hong Khaou für den Großen Preis der Jury nominiert.

 

TIEFE WASSER

VON Tomasz Wasilewski · PL 2013 · 93 Minuten · FSK 16 · Polnische OV mit deutschen UT · MIT Mateusz Banasiuk, Bartosz Gelner, Marta Nieradkiewicz, Katarzyna Herman, Miroslaw Zbrojewicz · IM VERLEIH DER EDITION SALZGEBER

Im Mai 2014

Leistungsschwimmer Kuba steht unter Druck. Seine Mutter möchte ihren Sohn für sich haben und will, dass Freundin Sylwia auszieht. Sein Trainer will, dass er sich mehr anstrengt. Doch Kuba trifft keine Entscheidungen und entzieht sich den Erwartungen. Dass er leistungssteigernde Mittel nimmt, behält er ebenso für sich wie den schnellen Sex mit Männern im Klo der Schwimmhalle.

Als er in einer Kunstgalerie Michal kennen lernt, scheint zum ersten Mal in Kubas Leben die Möglichkeit auf, sich in einen Mann verlieben. Untertauchen und widerstandslos durchs Leben zu gleiten, funktionieren nicht mehr als Strategie. Sylwia schöpft Verdacht, seine Mutter kann nicht loslassen und für Michal ist kein Platz in seinem Leben reserviert. Verzweifelt sucht Kuba eine Möglichkeit, sich freizuschwimmen.

Tomasz Wasilewskis visuell meisterhaftes und im polnischen Kontext erstaunlich offenherzig erzähltes Drama über die schwule Selbstfindung eines jungen Mannes erhielt auf dem Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary 2013 den Preis der Sektion „East of the West“. Die überragenden Schauspieler vermitteln auf zupackende Weise die Sehnsucht der Jugend nach einem selbstbestimmten Leben und nach sexueller Freiheit.

East of the West Award, 48. Karlovy Vary International Film Festival 2013
Zuschauerpreis, New Horizons IFF in Wroclaw 2013

Zur DVD

Zum Rückblick April

 

 

 

 

 

Im Namen des ...

VON Malgorzata Szumowska · Polen 2012 · 96 MINUTEN · Deutsche Synchronfassung · MIT Andrzej Chyra, Mateusz Kosciukiewicz, Lukasz Simlat, Maja Ostaszewska u.a. · IM VERLEIH DER EDITION SALZGEBER

Im April 2014

Pater Adam übernimmt eine kleine Gemeinde in der polnischen Provinz. Überaus engagiert baut er ein Gemeindezentrum für schwer erziehbare Jungs auf. Angezogen von der Vitalität und dem Charisma des Priesters suchen die Einwohner seine Nähe, ohne zu ahnen, welche Geheimnisse ihn umgeben. Durch die Begegnung mit einem exzentrischen jungen Mann, der im Ort als Außenseiter gilt, sieht sich Pater Adam mit seinen unterdrückten Sehnsüchten konfrontiert. Bald schon schöpfen die Dorfbewohner Verdacht und nehmen Kontakt zu Adams Kirchenvorgesetzten auf ...

In poetischen Bildern einer trügerischen sommerlichen Dorfidylle erzählt Malgorzata Szumowska das Gewissensdrama eines katholischen Priesters, der verzweifelt gegen seine Gefühle ankämpft. IM NAMEN DES ... lief im Wettbewerb der letztjährigen Berlinale und wurde dort mit dem Teddy für den besten Spielfilm ausgezeichnet.

www.imnamendes.de

Zum Rückblick Februar

 

 

 

 

 

Das letzte Spiel

VON Antonio Hens · Kuba 2012 · 94 MINUTEN · FSK 16 · OmdU · MIT Milton García, Reinier Díaz, Jenifer Rodríguez, Luis Alberto García u.a. · IM VERLEIH DER EDITION SALZGEBER

Im März 2014

Am Malecón, der berühmten Ufermauer von Havanna, sitzen nach Sonnenuntergang die Jungs und warten auf ihre Freier. Unter ihnen Reinier, ein begabter Fussballer, der davon träumt, entdeckt zu werden und das Land zu verlassen. Seine Frau und seine Schwiegermutter wissen von seinem Nebenverdienst und drängen ihn zu einer Heirat mit einem reichen Spanier. Doch Reinier lernt eines Nachts Yosvani kennen, einen Jungen, ebenso arm wie er, von seiner Freundin und seinem Vater unter Druck gesetzt. Erst zaghaft, dann leidenschaftlich verlieben sich die beiden ineinander. Sie wissen, dass sie nur zusammen eine Chance haben und unternehmen einen riskanten Versuch, ein neues Leben anzufangen.

"Ein Film ohne Angst und voller Leidenschaft!" (Edge Los Angeles)

"Glaubwürdige, beindruckend nuancierte und reife Leistungen der beiden Hauptdarsteller!" (Hollywood Reporter)

"DAS LETZTE SPIEL wird in seiner tragischen Schönheit niemanden unberührt lassen." (Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg)

Zur DVD

Zum Rückblick Februar

 

 

 

 

 

My Brother The Devil

VON SALLY EL HOSAINI · GB 2011 · 112 MINUTEN · FSK 16 · DEUTSCHE SYNCHRONFASSUNG · MIT JAMES FLOYD, SAÏD TAGHMAOUI, NASSER MEMARZIA, FADY ELSAYED · IM VERLEIH VON EDEL:MOTION

Im Februar 2014

Zwei arabische Brüder im tristen Londoner Stadtteil Hackney. Für den 14-jährigen Mo ist sein älterer Bruder Rashid ein Idol: Er ist Mitglied einer Gang, dealt mit Drogen, unterstützt die Familie und wird auf der Straße respektiert.

Als eine rivalisierende Gang Rashids besten Freund ersticht, stellt dieser seinen Lebensweg infrage. Die zufällige Begegnung mit dem schwulen Fotografen Sayyid eröffnet ihm eine neue Welt mit vielen Möglichkeiten.

Doch seinem Bruder Mo will das gar nicht gefallen - und als die Gang erfährt, dass Rashid schwul ist, will sie ihn definitiv fertigmachen…

Authentisch, rasant und sehr atmosphärisch erzählt "My Brother the Devil" eine Coming-of-Age-Geschichte von der bedingungslosen Liebe zweier Brüder, über Identität und den Mut, seinen eigenen Weg in einer kompromisslosen Welt zu gehen.

Zahlreiche Festival Teilnahmen und Auszeichnungen:
Pink Apple Festival 2013
this human world Wien, Österreich
Hamburg Lesbisch Schwule Filmtage 2013
Schwule Filmtage Bielefeld 2013
Sundance Film Festival 2012
London Film Festival 2012
LA Outfest 2012
British Independent Film Awards 2012
Berlin International Festival 2012
Women in Film & Television Awards 2012
Evening Standard Film Award 2013
Outfest 2012
Milan Film Festival

Zum Rückblick Januar

 

 

 

 

 

Die Gay-Kurzfilmnacht

FRISCH VERLIEBT!
Jungs, die sich trauen.

Im Januar 2014

Samuel, Malcolm, Remy, Jan, Kowalski und Jasper haben überhaupt kein Problem damit, schwul zu sein. Ihre Freunde, ihre Eltern und manchmal auch ihr Schwarmleider schon. Doch das ist kein Grund zur Traurigkeit: Erfahrungen wollen gemacht werden. Und nach der nächsten Party sieht vielleicht schon alles ganz anders aus. Jugend forscht!

52

von Josh Levi · CA 2010 · eng. OmU

Jugend ist ein Traum und Alter ein Albtraum, aus dem man nie mehr erwacht. 52 heißt: mindestens zwei Jahre zuviel.

Alle werden

von Piet Baumgartner · CH 2011 · dt. OV · Festival del film Locarno 2011

Der forsche Samuel lernt den Arbeitskollegen seines besten Freundes kennen. Nach einer Party landen alle drei in einem Bett. Samuel will eine Beziehung, sofort. Dazu gehören aber mindestens zwei...

Der Hitzkopf (The Wilding)

von Grant Scicluna · AU 2011 · eng. OmU · Berlinale Generation 2011

Ihre Liebe hilft Malcolm und Tye, den Jugendknast zu ertragen. Doch als Malcolm Ausgang bekommt, ist Tye den anderen Häftlingen schutzlos ausgeliefert. Antiaggressionstraining hilft da nicht mehr: wer verliebt ist, lässt sich nicht mehr einschüchtern!

Zuckertrip (Suikertrip)

von Sia Hermanides · NL 2011 · holl. OmU · Nederlands Film Festival 2010

Eine Party mit Mädchen, schlechten Sprüchen und blöden Witzen. Albtraum Pubertät. Dann kommt auch noch der Klassenkamerad „Gaylord“ und bringt ein Buch vorbei. Was peinlich beginnt, wird zur tollsten Nacht in Remys jungem Leben: High auf Zucker!

Prora

von Stéphane Riethauser · CH 2012 · dt./frz. OmU · 15 Auszeichnungen auf über 100 Festivals

Deutsch-französische Schulfreizeit auf Rügen. Jan und Mathieu streifen durch alte Nazi-Gebäude. Mathieu denkt nur an Sex, Jan ist verliebt. Wunden heilen und Narben sind cool.

Yeah, Kowalski!

Evan Roberts · US 2012 · eng. OmU · Iris Prize 2012

Lehrerin Miss Fitz beantwortet Sex-Fragen. Gabe Kowalski will nur wissen, wann er Achselhaare bekommt. Dass Shane, der Klassenschönling, ihn auch ohne mag, merkt er erst nach der peinlichen Poolparty. Yeah.

Küss mich... sanft (Kus me zachtjes)

von Anthony Schatteman · BE 2012 · fläm. OmU · Kurzfilmgewinner in Leuven, Holebikort und Regensburg

Papa ist ein Schlagerstar, der den Omas was von der Liebe vorsingt. Bei der Liebe seines Sohnes Jasper bleibt ihm aber der Ton im Hals stecken. Gegen so viel Heuchelei hilft nur ein sanfter Kuss von Mathias.

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Zum Rückblick Dezember

 

 

 

 

 

DIE ZEUGEN

von André Téchiné · FR 2007 · 115 Minuten · FSK 12 · französische OV mit deutschen UT · Mit Michel Blanc, Emmanuelle Béart, Sami Bouajila, Johan Libereau, Julie Depardieu u.a.

Im Dezember 2013

Paris, im Sommer 1984. Der zwanzigjährige Manu (Johan Libéreau) kommt nach Paris auf der Suche nach einem Job und zieht zu seiner Schwester Julie (Julie Depardieu). Beim Cruising im Park lernt er den wohlhabenden älteren Arzt Adrien (Michel Blanc) kennen, der sich in ihn verliebt. Auf einer Bootstour mit Adrien macht Manu die Bekanntschaft des jungen Paares Sarah (Emanuelle Béart) und Mehdi (Sami Bouajila), die gerade ein Kind bekommen haben. Über alle sozialen und moralischen Grenzen hinweg beginnen Manu und Mehdi eine Affäre, die Auswirkungen auf die gesamte Gruppe der vom Zufall zusammengeführten Menschen haben wird. Sie alle werden Zeugen einer zeitgenössischen Plage, die die Überlebenden zu verletzten, aber reiferen Menschen machen wird ...

DIE ZEUGEN ist der wohl vielschichtigste und emotional reichste Film Téchinés nach seinem Klassiker WILDE HERZEN. Sein ewiges Thema, der schöne junge Mann, der das Leben von einer Reihe von Menschen durcheinanderbringt, wird hier verzahnt mit dem Ausbruch der Aids-Epidemie, im Angesichte derer die Hauptfiguren versuchen, ihre Menschlichkeit und Wärme zu bewahren.

"Die Unrast, der André Téchiné in DIE ZEUGEN anfangs seinen ganz eigenen Rhythmus verleiht, ist die des Sommers: Taumel der Gefühle, Erwartung des Glücks. Schwelgerisch beschwört Julien Hirschs Kamera das flirrende Licht; ein so heftiges Rot, ein so tiefes Blau hat man lange nicht auf der Leinwand gesehen. (...) Auch wenn am Ende wieder der Sommer triumphiert, sind nicht alle Wunden verheilt. Die wiedergewonnene Heiterkeit ist keine frivole Katharsis, sondern verrät ein melancholisches Einverständnis mit dem Verstreichen der Zeit." (Berliner Zeitung)

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Zum Rückblick November

 

 

 

 

 

Five Dances

von Alan Brown · US 2013 · 83 Minuten · FSK 12 · englische OV mit deutschen UT · Mit Ryan Steele, Reed Luplau, Catherine Miller, Kimiye Corwin, Luke Murphy u.a.

Vier begnadete Tänzer proben mit ihrem Choreografen unter hohem Zeitdruck das Eröffnungsstück eines Festivals. Unter ihnen der schüchterne Chip, 18 Jahre, gerade erst mit einem Stipendium aus Kansas, Indiana, nach New York gekommen. Nur langsam findet er Anschluss an die Gruppe erfahrener Tänzer. Da alle ihre Zeit fast ausschließlich im Tanzraum verbringen, steigern sich Konkurrenzkampf, erotische Spannung und körperliche Anstrengung bald zu einer aufgeheizten Choreografie. Aber nach dem ersten schwerelos-leichten Pas-de-deux mit Theo ist kann Chip sich öffnen und die Gruppe findet zu einander.

Alan Brown (PRIVATE ROMEO) erzählt die klassische Geschichte vom jungen Tänzer, der sich mit Talent, Ehrgeiz und Selbstvertrauen seinen Platz in der großen Stadt erkämpft, ganz neu als intimes Tanzraum-Kammerspiel. Zur Poesie und Sinnlichkeit des Films tragen vor allem die Choreographien von Jonah Bokaer (der regelmäßig mit Robert Wilson zusammen arbeitet) zu den traurig-schönen Songs von Scott Matthew bei, die ganz ohne Worte von den Affären, Trennungen, Enttäuschungen und Höhepunkten der Tänzer erzählen.

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Zum Rückblick Oktober

 

 

 

 

 

Ich fühl mich Disco

von Axel Ranisch · DE 2013 · 95 Min · deutsche Originalfassung · Mit Frithjof Gawenda, Heiko Pinkowski, Christina Grosse, Robert Alexander Baer, Talisa Lilli Lemke, Christian Steiffen, Rosa von Praunheim u.a.

Im Oktober 2013

Turmspringtrainer Hanno Herbst hat kein Verständnis für seinen Sohn – denn Florian ist dick, ein Tagträumer, hört Schlager und kann mit Mädchen nicht viel anfangen.

Am glücklichsten ist er, wenn Hanno nicht da ist und er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen kann. Aber als eines schrecklichen Morgens plötzlich niemand mehr da ist, der die beiden Männer voreinander schützt, müssen Hanno und Florian lernen, allein miteinander auszukommen. Mit der Hilfe von Schlageridol Christian Steiffen und Sexualtherapeut Rosa von Praunheim entwickelt sich zwischen Sprungbecken und Tanzboden ein neues Vater-Sohn-Verhältnis mit Disco-Gefühl.

www.disco-film.de

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Zum Rückblick September

 

 

 

 

 

Der Fremde am See

von Alain Guiraudie · FR 2013 · 97 Min · deutsche Synchronfassung · Mit Pierre Deladonchamps, Christophe Paou, Patrick D'Assumcao, u.a. · Im Verleih von Alamode Film

Im September 2013

Im September in der Gay-Filmnacht: Alain Guiraudies neuer Film und Gewinner der Queer Palme des Festivals in Cannes.

Hochsommer in Frankreich. Sonne, Wind, das Rauschen der Bäume, ein idyllisch abgelegener türkisgrüner See mit angrenzendem Waldstück. Der gutaussehende Franck kommt fast täglich an den beliebten Cruising Spot. Die Tage, Nachmittage und Abende vergehen zwischen Schwimmen, Gesprächen, gepflegter Langeweile und Sex. Sommer eben.

Franck trifft Henri, den kauzigen Sonderling, der immer etwas abseits sitzt und so gar nicht zum schwulen Treiben des Strandes passen will, und er trifft den attraktiven Michel: Franck ist von der ersten Sekunde elektrisiert. Doch Michel ist nicht nur charismatisch, sondern auch äußert gefährlich - Franck weiß das, doch er will seine Leidenschaft um jeden Preis ausleben.

DER FREMDE AM SEE ist ein gleichsam poetischer, erotisch-expliziter und spannungsgeladener Film. Regisseur Alain Guiraudie (DER AUSREISSER), der den sommerlichen Cruising-Kosmos mit eine wunderbaren filmischen Beiläufigkeit inszeniert, wurde in Cannes mit dem Preis für die Beste Regie in der Reihe Un Certain Regard ausgezeichnet.

Zum Rückblick Mai

 

 

 

 

 

FREIER FALL

von Stephan Lacant · DE 2013 · 100 Minuten · FSK 12 · deutsche OF · mit Hanno Koffler, Max Riemelt, Katharina Schüttler u.a.

Im Mai 2013

Karriereaussichten bei der Bereitschaftspolizei, Nachwuchs unterwegs, die Doppelhaushälfte von den Eltern vorfinanziert: Marcs Leben ist gut eingerichtet. Doch dann lernt er bei einer Fortbildung den Kollegen Kay kennen. Der bringt ihm beim gemeinsamen Lauftraining ein neues Gefühl von Leichtigkeit bei – und wie es ist, Gefühle für einen Mann zu entwickeln.

Hin- und hergerissen zwischen der ihm vertrauten Welt und dem Rausch der neuen Erfahrung gerät ihm sein Leben zusehends außer Kontrolle. Im freien Fall kann Marc es niemandem mehr recht machen. Am wenigsten sich selbst.

"Das schönste Liebespaar der Berlinale." (Knut Elstermann, RBB Radio Eins)

"Eine vibrierende Darstellungskraft bis in die Nebenrollen - beeindruckend!" (FAZ)

"Eine Verwirrung der Gefühle, die einen fatalen Sog entwickelt." (Der Tagesspiegel)

"Die deutsche Antwort auf BROKEBACK MOUNTAIN." (3sat)

 

Zur DVD & Blu-Ray

Mehr zum Film in der sissy

www.freierfall-film.de

Zum Rückblick April

 

 

 

 

 

I want your Love

von Travis Mathews · USA 2012 · 70 Minuten · FSK 18 · englische OF mit deutschen UT · mit Jesse Metzger, Brenden Gregory, Keith McDonald u.a.

Im April 2013

Jesse, attraktiver Mittelpunkt der queeren Hipster-Szene in San Francisco, hat genug von seinem Leben als erfolgloser freischaffender Künstler. Er beschließt, wieder zurück in seine Heimatstadt in Ohio zu gehen, wo sein Dad auf ihn wartet. Er verkauft seine Sachen, trifft seinen Exfreund, hat einen One-Night-Stand und lädt schließlich seine Freunde, Mitbewohner und ehemaligen Liebhaber zu einer Abschiedsparty ein, auf der alle sehr viel Spaß haben, er selbst aber nicht erscheint.

48 Stunden voll bittersüßen Abschiednehmens, Sex und Zukunftsangst und zunehmender Gewissheit. Ein poetisch-explizites Zeitgeistporträt über die queere Szene in San Francisco, hautnah, ehrlich und mit beiläufiger Schönheit von Travis Mathews, einem der wichtigsten Filmemacher des ‚New Wave Queer Cinema‘, festgehalten.

"Die Männer unter sich in I WANT YOUR LOVE sind herzlich und zärtlich, aber wenn der Sex dann losgeht, sind sie zupackend und von Herzen geil. I WANT YOUR LOVE ist eine warm beleuchtete, kuschelige Schlangengrube voller oft interessanter, maskuliner, körperbetonter, haariger Männer, das sieht aufregend aus, saugt einen ein und löst schlimme Sachen aus in den Betrachtern." (Hard Sensations)

"Intim, sexy und unerschrocken ehrlich – I WANT YOUR LOVE ist ein mutiger Film, der einen einzigartigen Einblick in das unzensierte Leben einer Generation schwuler Männer ermöglicht." (Andrew Haigh, Regisseur von WEEKEND)

Die DVD zum Film

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Zum Rückblick März

 

 

 

 

 

Jenseits der Mauern

von David Lambert · Belgien, Kanada, Frankreich 2012 · 98 Minuten · französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln · mit MATILA MALLIARAKIS, GUILLAUME GUOIX u.a.

Im März 2013

Als sich Kellner Ilir den betrunkenen Kneipengast Paulo ins Bett legt, weiß er noch nicht, wen er sich da in sein Leben geholt hat. Schon wenig später gibt der anhängliche Paulo Freundin und früheres Leben auf und steht bei Ilir auf der Matte. Eine Romanze beginnt, zärtlich, leidenschaftlich und verspielt. Aber an dem Tag, an dem sie beschließen, für immer zusammen zu bleiben, verlässt Ilir die Stadt und kehrt nicht mehr zurück.

David Lamberts Debütspielfilm zog bei seiner Uraufführung in der Semaine de la Critique in Cannes viel Aufmerksamkeit auf sich. Variety verglich das "stilsicher gestaltete, sich sanft entwickelnde Drama" mit weitere Vertretern der "Neuen Welle des queeren Kinos" wie "Weekend" oder "Keep The Lights On". Critic.de schrieb nach der Vorführung des Films beim Festival von Karlovy Vary: "Manchmal geht es einem mit Filmen wie mit Menschen: Wenn sie den einen richtigen Satz sagen, die eine Szene präsentieren und dabei ihre Haltung en passant offenbaren, dann schmelzen wir dahin. JENSEITS DER MAUERN ist so ein Fall, eine schöne, schmerzhafte, poetische Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern in Belgien."

Die DVD zum Film

Zum Rückblick Februar

 

 

 

 

 

Westerland

von Tim Staffel · Deutschland 2012 · 90 Minuten ·
FSK 16 b. · Deutsche OF · mit Wolfram Schorlem-
mer, Burak Yigit, Tamer Arslan, Jule Böwe u.a.

Im Februar 2013

Sylt im Winter. Cem, Auszubildender beim Ordnungsamt, und Jesús, ein Streuner mit erfundenen Geschichten, sind auf der Suche nach dem richtigen Platz im Leben. Sie lernen sich kennen und entscheiden sich für einander. Doch je mehr sie sich bedeuten, desto verständnisloser reagiert der Rest der Welt. Für ihre Freundschaft stellen Cem und Jesús sich vier Regeln auf:

Du sollst nicht kiffen. Du sollst nicht kotzen. Du sollst nicht lügen. Du sollst nicht sterben. Nicht alle können eingehalten werden.

www.westerland-film.de

Die DVD zum Film

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Zum Rückblick Januar

 

 

 

 

 

Yossi

von Eytan Fox · Israel 2012 · 85 Minuten · FSK 12 · Deutsche SF · mit Oz Zehavi, Ohad Knoller, Orly Silbersatz Banai, Ola Schur Selektar, Lior Ash-
kenazi · Im Verleih von Pro-Fun Media

Im Januar 2013

Yossi Hoffman ist ein angesehener und engagierter Kardiologe, der durch seinen unerbittlichen Einsatz für seine Arbeit versucht, einem tragischen Ereignis in seiner Vergangenheit zu entfliehen. Seit dem Tod seines Geliebten Jagger (YOSSI & JAGGER) lebt er allein und zurückgezogen.

Als der Chefarzt ihm nahelegt, eine Auszeit zu nehmen, reist Yossi in die südliche Stadt Eilat. Umgeben von Meer und Sanddünen trifft er eine Gruppe junger israelischer Offiziere. Einer von ihnen ist Tom, ein gutaussehender, selbstsicherer und lebenslustiger Mann, der seine Homosexualität offen lebt. Die Begegnung mit Tom ermöglicht Yossi aus seiner selbstgewählten Isolation auszubrechen und in eine neue Welt einzutauchen - eine Welt, die ganz anders ist, als alles, was Yossi bis jetzt geprägt hat.